Wohngemeinschaft oder Bedarfsgemeinschaft?

Wohngemeinschaft oder Bedarfsgemeinschaft?

Was eine Bedarfsgemeinschaft (Wohngemeinschaft) für die Berechnung durch das Jobcenter bedeutet

Im Regelfall berechnet das Jobcenter die Leistungen für Arbeitslosengeld II für jede Person gesondert aus. Leben nun mehrere Menschen in einer Bedarfsgemeinschaft, wird es etwas komplizierter.

Unter einer Bedarfsgemeinschaft versteht das Jobcenter, wenn mehrere Personen im gleichen Haushalt mit Erwerbsfähigen zusammenleben. Die Bedarfsberechnung bezüglich Hartz IV wird unter Einbeziehung jeder einzelnen Person vorgenommen. Dies bedeutet, zunächst wird das Vermögen jeder Person betrachtet. Im Unterschied zur Wohngemeinschaft liegt eine Bedarfsgemeinschaft dann vor, wenn ein gemeinsamer Haushalt getätigt wird. Es gibt eine Vermutung dafür, dass bei Eheleuten, Lebenspartnern und dergleichen eine Bedarfsgemeinschaft angenommen wird. Sollte das Jobcenter einmal Ihre Situation falsch interpretieren, hilft die Berliner Kanzlei für Sozialrecht- Piper & Partner- bei einem notwendigen Widerspruchsverfahren.

Wichtigste Folge der Bedarfsgemeinschaft ist, dass der Regelsatz für die einzelne Person etwas geringer ausfällt. Weiter geht der Gesetzgeber davon aus, dass sich die Personen in der Bedarfsgemeinschaft gegenseitig unterstützen. Durch die Zusammenlegung beider Vermögensverhältnisse wird oftmals ein so hohes Gesamtvermögen angenommen, dass gewisse Leistungsbezüge gekürzt werden.

Wir informieren gern darüber, wie beide Personen vor dem Jobcenter auftreten sollten, um eine günstigere Beurteilung als Wohngemeinschaft zu erhalten, soweit dies rechtlich möglich ist.

Sollten Sie oder die Bedarfsgemeinschaft als Ganzes einen Bescheid bekommen, wonach Ihnen die Leistungen nach Hartz IV gekürzt werden, sollten Sie schnellstens die Rechtsanwaltskanzlei Piper & Partner um Rat bitten. Wir helfen gern in Berlin und Umland.